Seit einigen Jahren schon engagiert sich die Landstuhler Rechtsanwältin und Mediatorin Rebekka Haase im Arbeitskreis Wanderfalkenschutz des Naturschutzbundes NABU Rheinland-Pfalz. Nachdem die Wanderfalken, die zu den größten Raubvögeln zählen die bei uns vorkommen, in 1970er- und 80er Jahren unter anderem durch das Gift DDT in den westlichen Industrieländern fast völlig ausgestorben waren, erholten sich die Bestände langsam wieder, nachdem man das Gift verboten hat.
Allerdings lauern nun andere Gefahren auf die Gelege der Raubvögel, von denen einige Paare an den Buntsandsteinfelsen im südlichen Pfälzerwald nisten. Deshalb hat sich in den 1980er-Jahren der Arbeitskreis Wanderfalkenschutz gebildet mit dem Ziel, die Bruten der seltenen Raubvögel alljährlich zwischen März und Juni zu bewachen und dabei auch zu registrieren, wie viele Jungvögel es schaffen, das Nest zu verlassen. Dazu hat der NABU an einigen Stellen im Pfälzerwald feste Beobachtungsstationen unter anderem mit Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen, die den Wanderfalkenschützern als Basis für ihre Überwachung dienen. War es vor 40 Jahren das DDT, das den Nachwuchs der Vögel tötete, sind es heute in erster Linie Freizeitkletterer oder unbedarfte Wanderer, die den Brutstätten der Vögel meist unbeabsichtigt zu nahe kommen und zur Aufgabe der Brut führen können. Deshalb sind jene Felsen, an denen Brutplätze der Wanderfalken nachgewiesen sind, für Besucher in den Brutmonaten gesperrt – oft jedoch werden entsprechende Hinweisschilder mehr oder weniger absichtlich ignoriert.
„Dann gilt es, die Wanderer oder Kletterer – oder die Dorfjugend, die als Mutprobe den Fesen besteigen will – mit einem beherzten Zuruf auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. Normalerweise reicht es, wenn man etwas lauter wird, wobei man natürlich mit dummen Kommentaren der Angesprochenen rechnen muss“, berichtet Rebekka Haase von Erfahrungen, die sie bei ihren Bewachungen in der Vergangenheit gemacht hat.
Das zwar sehr frostige, aber herrlich sonnige Wetter des vergangenen Sonntags nutze die Naturschützerin – einschließlich der Hündin Cziny sowie des Transport- und Bedienpersonals für die Sportoptik -, um einen ihrer „Lieblingsfelsen“ in der Südpfalz einen spontanen Besuch abzustatten und zu sehen, ob das Wanderfalkenpaar, das im vergangenen Jahr an dem Felsen brütet, auch dieses Jahr wieder dort zu sehen sein wird. Die Wanderfalken beginnen bereits im Winter mit ihrer Balz, die zwar deutlich unspektakulärer ist, als beispielsweise ihr Jagdverhalten, bei dem sie sich aus großer Höhe im Sturzflug auf ihre ebenfalls fliegende Beute stürzen, bietet aber die Möglichkeit, die Vögel bei guten Bedingungen ungestört zu beobachten.
Und tatsächlich saßen die beiden Raubvögel an „ihrem“ Felsen in relativ geringem Abstand zueinander und ließen sich von der Sonne bescheinen. Dank klarer Sicht und einer wegen des fast wolkenlosen Himmels vorzüglichen Beleuchtung gelang es sogar, mit der Kamera durch das Okular des vergrößerungsstarken Spektivs einige halbwegs brauchbare Bilder zu machen.

Die Beobachtungen vom vergangenen Sonntag lassen darauf hoffen, dass die Wanderfalken in wenigen Wochen mit der Brut beginnen – das Westpfalz-Journal wird weiter darüber berichten.  (red)

Moment der Woche

Termine Landstuhl

Montag, 25. Januar, 18 Uhr, Online-Elternabend der St.-Katharina-Realschule für Eltern der Grundschulkinder aus Klasse 4. Anmeldung per E-Mail an sekretariat@skr-landstuhl.de

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