– Von Wolfgang Feth –
Wir durchleben zurzeit schwere Zeiten. Das Lahmlegen des öffentlichen Lebens, die permanente Angst vor Infektion, die Unsicherheit über die Zukunft zehren an den Nerven. Aber was für viele wie ein Ausnahmezustand daherkommt, war und ist umgekehrt für viele normal. Denn Schicksalsschläge wie die Corona Krise für die gesamte Gesellschaft hat so ziemlich jeder schon erlitten: Das Verlieren eines nahen Angehörigen, schwere Erkrankungen, Trennungen und Enttäuschungen im beruflichen Alltag. Mit solchen Schicksalsschlägen geht natürlich jeder anders um, aber nicht wenige wählen auch den Weg in die Einsamkeit und Zurückgezogenheit. Für sie ist es dann ganz normal, dass sie wenig Kontakte haben, dass sie meist zuhause bleiben, meist nur für das Allernötigste vor die Tür gehen. Telefonische Kontakte oder die heute üblichen Online-Kontakte sind dann meist auf ganz wenige Personen beschränkt. Die Schicksalsschläge führen wie bei der Corona Krise meist nicht nur zur unfreiwilligen Kontaktbeschränkung, sondern auch zur Verunsicherung und einer stets begleitenden Angst vor der Zukunft. Das, was zurzeit täglich als Ausnahmezustand durch die Medien gepeitscht wird, ist für viele Menschen Alltag. Corona wird uns sicherlich noch längere Zeit begleiten. Es ist vielleicht die Gelegenheit für all diejenigen, die ungeduldig auf bessere Zeiten hoffen, zur erkennen, dass es für viele unter uns ein Leben in Saus und Braus gar nicht gibt!
Foto: Pixabay




































